Zum Inhalt springen

Neue Bücher über Hortensien

März 7, 2012

Ende letzten Jahres und dieses Frühjahr sind zwei neue Bücher über Hortensien erschienen.

Zum einen “Hortensien” von Harry van Trier und dann “Hortensien: Blütenbälle in Pastell” von Corinne Mallet

Es ist nciht das erste Buch von Corinne Mallet über Hortensien. Corinne Mallet betreibt bei Dieppe in der Normandie einen Hortensienpark, der sich die Nationalen Hortensien-Sammlung Frankreichs nennen darf, über den hier auch schon berichtet wurde.

Das Buch stellt die gängigsten Hortensiensorten vor, auch mit einem Blick auf empfehlenswerte Arten für Terrasse und Balkon. Das Wichtigste zum Pflanzen, Schneiden und Vermehren von Hortensien. Für jeden Garten gibt es die passende Hortensie. Tipps für das Bewahren der blauen Blütenfarbe und empfehlenswerte Arten für Terrasse und Balkon runden diesen kompakten Überblick über die Welt der Hortensien ab.

Das Buch “Hortensien” des belgischen Hortensienspezialisten von Harry van Trier ist eine Mischung aus Bildband und Ratgeber. Mehr als 200 Hortensien-Arten und -Sorten werden mittels großformatiger Fotos der prächtigen Blüten vorgestellt. Er führt mit viel Erfahrung und inspirierenden Fotos durch die Vielfalt dieser Pflanzen und gibt Tipps zu Pflanzung und Pflege. Außerdem portätiert er bedeutende Hortensienzüchter und ihre prächtigen Sammlungen.
Harry van Trier ist ein belgischer Botaniker, der bereits mehrere Bücher zu Gartenpflanzen veröffentlicht hat.

Übersicht der erhältlichen Bücher über Hortensien inkl. der hier erwähnten.

Herkunft der Bezeichnungen ‘Hortensie’ und ‘Hydrangea’

September 13, 2011

Der botanische Name der Hortensien – Hydrangea – weist schon darauf hin, dass diese Gehölze einen hohen Wasserbedarf haben. Er geht zurück auf das griechische Wort Hydor für Wasser. Der Name Hydrangea wird deshalb oft mit „Wasserschlürferin“ übersetzt.

rote Hortensie, Detailaufnahme

Foto: PdM. - Bauern-Hortensien bringen mit ihren großen Blütenständen viel Farbe in den Garten.

Die Herkunft des deutschen Namens Hortensie ist nicht ganz eindeutig. Man vermutet, dass die Hortensie nach Hortense Barré benannt wurde. Hortense war die Freundin des Botanikers Philibert Commerson, der im 18. Jahrhundert in Ostasien Pflanzen sammelte. Unter den Pflanzen, die er mit nach Europa brachte, war auch eine Hortensie.

Quelle: PdM

Neues Hortensienbuch ‘Hortensien – Farbenpracht für jeden Garten’

April 20, 2011

In der Reihe ‘Gartenzeit’ des Cadmos-Verlages ist dieses Frühjahr das Buch ‘Hortensien – Farbenpracht für jeden Garten‘ erschienen. Autor ist Axel Gutjahr, der bereits zahlreiche Sachbücher mit botanischen und zoologischen Inhalten verfasst hat.

Inhaltsübersicht:

  •  Geschichte der Hortensien
  •  Gruppeneinteilung und Arten
  •  Hortensien im Garten
  •  Züchtung und Vermehrung
  •  Gestaltung mit Hortensien
  •  Bauernhortensien im Portrait
'Hortensien - Farbenpracht für jeden Garten' von Axel Gutjahr

'Hortensien - Farbenpracht für jeden Garten' von Axel Gutjahr

Hortensien sind im Trend. Ohne Zweifel gehören sie, insbesondere die so genannten Bauernhortensien mit ihren üppigen, ballförmigen Blütenständen in himmelblau und rosa zu den bekanntesten und beliebtesten Blütensträuchern.
Aufgrund ihrer kompakten Erscheinung und der herrlichen Blüten erfreuen sich Hortensien bereits seit über 200 Jahren einer großen Beliebtheit in Gärten, auf Balkonen und Terrassen, aber auch in Parkanlagen und besonders auf Friedhöfen. Am bekanntesten sind die so genannten Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) – und das aus gutem Grund. Bei diesen handelt es sich um die am häufigsten in Mitteleuropa gepflegten Hortensien-Vertreter. Sie bringen enorm große, weiße, cremegelbe, rötliche, blaue oder violette Blütenstände hervor, welche bei einigen Sorten auch zweifarbig sind und zumeist eine kugelähnliche Form besitzen. Aber die Bauernhortensien sind nicht die einzigen Repräsentanten innerhalb der Gattung Hydrangea, insgesamt gibt es rund 80 Hortensien-Arten. Viele davon wurden inzwischen züchterisch bearbeitet und/oder miteinander gekreuzt, sodass mittlerweile mehrere tausend Sorten und Hybridformen existieren. In diesem Buch stellt der Autor die Vielfalt und die Verwendungsmöglichkeiten im Garten vor.

Das Buch umfasst 80 Seiten, ist broschiert, erscheint im Format 17 x 24 cm und hat durchgehend farbige Abbildungen.
ISBN: 978-3-8404-7902-1
Preis: EUR 10,95   CHF 17,50

Dieses und weitere Bücher über Hortensien.

Hortensienneuzüchtung Incrediball

März 27, 2011

Nach der vor kurzem vorgestellten Waldhortensien-Neuzüchtung ‚Invincibelle Spirit’ wird derzeit eine weitere Hortensienneuzüchtung aus den USA in mehr und mehr deutschen Gärtnereien und Gartencentern angeboten, die Waldhortensie ‚Incrediball’.

Die Hortensie ‚Inrediball’ stammt von der bewährten Waldhortensie ‚Annabelle’ ab. Sie hat. angeblich den größten Blütenball und die stärksten Stämme aller bekannten ‚Annabelle’-Varianten. Der verantwortliche Züchter der ‚Inrediball’ Tim Wood sagte die Neuzüchtung war das Ergebnis eines speziellen Zuchtprogramms mit dem Ziel die Stammdicke der Annabelle zu erhöhen. Ganz nebenbei ergab die Selektion die großen Blütenbälle, die aus vier Mal so viele Einzelblüten bestehen wie bei einer typischen ‚Annabelle’. Durch die stärkeren Stämme soll die ‚Inrediball’ auch nach einem Sommergewitter nicht die Blütenköpfe bis zum Boden hängen lassen.

Hortensienneuzüchtung Incrediball

Hortensienneuzüchtung Incrediball

Die Blüten der ‚Incrediball’ erscheinen im Hochsommer zunächst in einem blassen Grünton und reifen zu einem reinen Weiß. In voller Blüte werden Schmetterlinge angelockt. Im Verblühen zeigt sich wieder ein Grünschimmer. Die Neuzüchtung gedeiht in Sonne bis Halbschatten und in vielen Böden, sie soll winterhart bis USDA Zone 3 (ca. -35°C) sein.

Erneuerbare Energien und Blumenerde

März 26, 2011

Was haben erneuerbare Energien und Blumenerde miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, wenn man genauer hinschaut jedoch einiges. Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. hat diese Woche eine Pressemitteilung herausgebracht, wonach die Mitglieder des IVG Engpässe für alternative Stoffe zu Torf sehen, was eben aus der absehbaren erhöhten Nachfrage nach Energie aus Biomasse herrührt.

Etwa 23% aller organischen Ausgangsstoffe für die Produktion von Blumenerden auf dem deutschen Markt sind heute Stoffe wie Grünkompost, Rindenhumus und Holzfasern. Sie werden meist zusammen mit dem wichtigsten Rohstoff Torf oder untereinander gemischt, um ihre jeweiligen Nachteile auszugleichen. Nach über 20 Jahren Forschung und Entwicklung mit diesen Rohstoffen gibt es in der Branche ein ausgeprägtes Wissen um den Einsatz von Kompost, Rinde und Co.

Die aktuelle Abkehr der Bevölkerung von Atomenergie und der Wunsch nach der Unabhängigkeit von Öl, befeuert derzeit die Diskussion um erneuerbare Energien wie z.B. Bioenergie aus Biogasanlagen. Diese wiederum werden in vielen Fällen mit den gleichen Rohstoffen „gefüttert“, die die Erdenwirtschaft benötigt, um z.B. den für Blumenerde geeigneten Substratkompost herzustellen. Dieser ist salzarm und durch einen hohen Anteil an holzigen Bestandteilen bisher gut durchlüftet. Doch gerade diese Bestandteile werden nun gezielt herausgesiebt, um sie, wie auch Holz in jeglicher Form, als auch zunehmend Rinde, der thermischen Nutzung zuzuführen. Aus den ehemaligen Ausgangsstoffen Kompost und Rinde für Blumenerden und Kultursubstrate sind begehrte Energieträger für die Gewinnung von Bioenergie geworden und diese werden deshalb zunehmend knapp. Auch für die Herstellung von Holzfasern verteuern sich geeignete Rohstoffe. Diese Situation wird sich – so ist zu befürchten – so schnell nicht verbessern. So muss es irritieren, dass Naturschutzverbände scheinbar in Unkenntnis dieser Sachverhalte den Ersatz von Torf vehement fordern. Nach Berechnungen des Industrieverband Garten (IVG) e.V. stehen zur Herstellung von 9,5 Mio. m³ Blumenerden und Kultursubstrate knapp 1 Mio. m³ alternative Stoffe zur Verfügung. Hier muss einerseits mehr dafür getan werden, Kompost, Holz und Rinde sinnvoller zu nutzen und andererseits der eingesetzte Torf eine neue Wertschätzung erfahren. Dieser wird unter hohen Auflagen gewonnen, die eine vollständige Renaturierung der ehemals landwirtschaftlich genutzten Torflagerstätten vorsehen. Natürliche und naturnahe Moore bleiben unberührt. Nicht zuletzt der Erwerbsgartenbau mit 60.000 Betrieben und 400.000 Beschäftigten sowie ca. 3 Mio. Hobbygärtner in Deutschland vertrauen darauf, funktionierende Blumenerden und Kultursubstrate unabhängig vom aktuellen Energiemix zu bekommen.

Die Spalthortensie (Schizophragma hydrangeoides)

Februar 22, 2011

Bei der Spalthortensie handelt es sich eigentlich nicht um eine Hortensie, allerdings gehört die Spalthortensie dennoch zur Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae), sie bildet eine eigene Gattung. Schizophragma hydrangeoides stammt aus Ostasien. Obwohl dekorativ, ist diese Kletterpflanze nur selten in unseren Gärten zu finden.

Die Spalthortensie kann auf den ersten Blick leicht mit der Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) verwechselt werden. Wie die Kletterhortensie, so erklimmt die Spalthortensie ebenfalls mittels Haftwurzeln Mauern und Bäume. Auch ähnelt sich das Laub dieser zwei Kletterpflanzen. Der offensichtlichste Unterschied sind die Blüten. Während Kletterhortensien am Rande der Blütendolden einige Blütchen mit vier Sepalen (Blättchen) haben, hat die Spalthortensie an den äußeren Blüten nur jeweils ein herzförmiges bis eiförmiges Blättchen (Sepale). Die typische Blütenfarbe ist weiß, doch gibt es auch Sorten mit rosa Blütenblättchen.

Schizophragma hydrangeoides im Real Jardín Botánico in Madrid (Quelle: A. Barra)

Schizophragma hydrangeoides im Real Jardín Botánico in Madrid (Quelle: A. Barra)

Die Spalthortensie bevorzugt einen halbschattigen Platz mit feuchtem Boden. In den ersten Standjahren wächst sie zunächst meist nur zögerlich. Sie gilt als winterhart bis zu -25°C.

In Deutschland führen nur wenige Spezialbaumschulen die Spalthortensie.

Neue Hortensienzüchtung ‘Invincibelle® Spirit’

Februar 3, 2011

In der vergangenen Woche wurde hier schon die neu gezüchtete rosa Waldhortensie ‚Endless Summer Bella Anna’ vorgestellt, die zunächst wohl nur auf dem amerikanischen Markt zu haben sein wird. In Deutschland kommt dieses Jahr die rosa Waldhortensie ‚Invincibelle® Spirit’ auf den Markt. Auch bei dieser Hydrangea arborescens liegt der Vergleich mit einer rosa ‘Annabelle’ Hortensie nahe.

Blüte Hortensie 'Invincibelle Spirit'

Hortensie 'Invincibelle Spirit'

Die weißblühende Waldhortensie ‘Annabelle’ erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, manche nennen sie gar die meistverkaufte Hortensie der Welt. Wie die Waldhortensie ‘Annabelle’, so blüht auch die Waldhortensie ‚Invincibelle® Spirit’ zuverlässig von Frühsommer bis zum ersten Frost, die Winterhärte (USDA-Zone 3!) ist besser als bei den meisten Bauerhortensien, sie kommt angeblich mit voller Sonne genauso zurecht wie mit Schatten. Der Schnitt und die Pflege ist recht unkompliziert, da sie an diesjährigem Holz blüht, kann man kaum Fehler beim Schnitt machen.

Die kugelförmigen Blütendolden haben einen Durchmesser von 15-20 cm. Die Pflanze kann 3-4 Meter hoch und genauso breit werden. Idealer Standort ist Sonne bis Halbschatten. Der Boden sollte durchlässig aber feucht sein, im Sommer kann an einem sonnigen Standort regelmäßiges wässern nötig sein. Ein Rückschnitt kann im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr erfolgen. Das Düngen im Frühjahr mit einem Langzeitdünger für Blütensträucher ist empfehlenswert.

Die ‚Invincibelle™ Spirit’ ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und Züchtung unter Leitung von Professor Dr. Thomas Ranney am Mountain Horticultural Crops Research and Extension Center der North Carolina State University (NCSU).

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.